Handspanne

Nicht weniger Musik.
Ein anderer Weg durch dieselbe Musik.

Die meisten Lern-Apps nehmen an, alle hätten dieselbe Hand. Kinder haben das nicht. VI misst, wie weit deine Hand wirklich greift – und rechnet damit.

Die Klaviatur ist das Lineal

Kein Zollstock, kein Formular. Du drückst zwei Tasten so weit auseinander, wie du bequem kommst – VI weiß den Rest. Wer mag, lässt stattdessen die Kamera schauen.

Danach rechnet VI mit deiner echten Griffweite, statt eine Erwachsenenhand anzunehmen.

Zwei Tasten genügen

Die äußersten, die du bequem greifst. Daraus kennt VI deine Spannweite – ohne Maßband, ohne Schätzung.

Oder die Kamera

Wenn ohnehin eine Kamera auf der Tastatur steht, misst VI die Hand darüber. Das Bild bleibt auf deinem Gerät.

Für Kinderhände gebaut

Die Messung ist kein Beiwerk, sondern der Grund, warum VI existiert: Musik soll an der Hand nicht scheitern.

Gemessen wird in weißen Tasten

Das Maß ist nicht der Abstand in Zentimetern und nicht die Zahl der Halbtöne, sondern wie viele weiße Tasten deine Hand umspannt. Das klingt nach einer Kleinigkeit und ist der Unterschied zwischen einer Hand, die rechnerisch greifen kann, und einer, die es wirklich tut.

Eine Oktave von C zu C sind zwölf Halbtöne – aber nur acht weiße Tasten. Wer in Halbtönen rechnet, hält eine Hand für anderthalbmal so breit, wie sie ist. Eine schwarze Taste zählt bei VI als halbe Stelle zwischen ihren Nachbarn, denn genau dort liegt sie auch.

Das Ergebnis ist eine Zahl

Zehn weiße Tasten zum Beispiel – mehr braucht VI nicht, um jeden Griff in jedem Stück danach zu beurteilen.

Sie gilt für alles danach

Welche Hand welchen Ton übernimmt, entscheidet VI mit dieser Zahl – Stück für Stück, Anschlag für Anschlag.

Das Konzert bleibt unangetastet

Umverteilt wird nur im Einstieg und im Aufbau. Auf der Konzertstufe steht, was im Notentext steht.

Was das in Zahlen bringt

VI greift nur dort ein, wo eine Hand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Anschlägen weiter springen müsste, als sie greift. Wir nennen das einen Riss. Alles andere bleibt stehen, wie es im Satz steht.

Über die 196 Stücke unseres Katalogs, am gebauten Player gemessen:

ohne Umverteilungmit
Risse im Einstieg1.598959
Risse im Aufbau3.8142.476

Rund vier von zehn unspielbaren Sprüngen verschwinden damit. Und eine Regel, die wir uns selbst gegeben haben: jede Umverteilung wird nachgemessen und zurückgenommen, wenn sie das Stück nicht besser macht. Ein Durchschnitt, der sich verbessert, hilft dem Stück nicht, das du gerade spielst – deshalb entscheidet die Messung am einzelnen Stück, nicht am Mittelwert.

Was auch die Messung nicht löst

Über alle Stücke und alle Stufen bleiben 784 Griffe, die mehr als zehn weiße Tasten verlangen, und 1.002, die genau an der Grenze liegen. Die stehen bei Skrjabin, Liszt und Ravel – und dort stehen sie nicht aus Versehen, sondern weil das Stück so geschrieben ist.

Was mit ihnen passiert, ist keine Rechenfrage, sondern eine Hörfrage: Manche gehören ans Pedal, manche bleiben, manche gehören auf eine andere Stufe. Wir sagen es hier, weil „passt sich jeder Hand an“ sonst mehr verspricht, als wir halten können.

Was du bekommst

  • Die Klaviatur ist das Messgerät – kein Maßband, kein Formular, keine Schätzung
  • Gilt automatisch für jedes Stück und jede Stufe, nicht nur für das eine, an dem gemessen wurde
  • Für Kinderhände gebaut: die Hand bestimmt den Weg durch das Stück, nicht den Umfang des Stücks
  • Wächst mit – wer in einem Jahr weiter greift, misst neu, und alle Stufen rechnen sofort damit

Was du wissen solltest

  • Die Messung benötigt entweder MIDI oder eine Kamera
  • 784 Griffe bleiben zu weit. Wo ein Satz wirklich so weit greift, kann auch VI die Hand nicht größer machen
  • Die Umverteilung fasst nur benachbarte Anschläge an. Eine Stimme, die über eine ganze Passage in der falschen Hand liegt, erkennt sie heute noch nicht
  • Keine Fingerzahlen. VI sagt, welche Hand – nicht welcher Finger
Rolle im Tagesmix

Einmal am Anfang, und danach nie wieder bewusst. Die Messung ist kein Modus, den man einschaltet, sondern eine Zahl, die im Hintergrund jede Stufe jedes Stücks beeinflusst. Neu messen lohnt bei Kindern etwa jährlich.

Für Eltern

Die häufigste Frage: „Mein Kind hat kleine Hände – bringt das überhaupt etwas?“ Genau dafür ist VI gebaut. Statt das Stück zu verschenken, rechnet VI mit der Hand, die da ist.

Und es ist kein Nebenschauplatz: Die Handspannen-Messung ist der Grund, warum VI überhaupt angefangen hat. Musik soll nicht an der Größe einer Hand scheitern.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter ist VI geeignet?

Am Bildschirm gibt es keine Grenze nach unten – VI ist ausdrücklich für Kinderhände gebaut und rechnet mit der gemessenen Spannweite. Nur für die VR-Brille gelten die üblichen Empfehlungen ab etwa zehn bis dreizehn Jahren; dort bleibt für Kinder der Bildschirm der Standard.

Wie wird gemessen?

Mit zwei gedrückten Tasten oder über die Kamera. Die Klaviatur ist dabei das Lineal: Gezählt wird nicht in Zentimetern, sondern in weißen Tasten, die deine Hand umspannt – denn genau das entscheidet, ob ein Griff liegt.

Muss ich das wiederholen, wenn das Kind wächst?

Ja, und genau deshalb dauert es dreißig Sekunden. Eine neue Messung gilt sofort für alle Stücke und alle Stufen.

Sei beim ersten Ton dabei.

VI ist in Entwicklung. Die Warteliste sichert dir den Platz in der geschlossenen Beta – und du erfährst als Erster, wenn es losgeht.