Taschen-Klavier

Das ganze Klavier.
Zwölf Tasten.

Achtundachtzig Tasten falten sich auf zwölf. Du triffst den richtigen Ton, ohne die Lage suchen zu müssen – und siehst trotzdem, wo er auf einem echten Klavier wirklich sitzt. Kein Spielzeug neben dem Instrument, sondern die Vorbereitung darauf.

Zwei Dinge auf einmal lernen ist zu viel

Wer ein Stück neu anfängt, lernt gleichzeitig zweierlei: welcher Ton kommt – und wo er liegt. Das zweite ist am Anfang das Schwerere. Man weiß, dass ein Dis kommt, und sucht trotzdem, welches.

Das Taschen-Klavier nimmt diese zweite Aufgabe heraus. Alle Oktaven liegen auf denselben zwölf Tasten, also gibt es nur noch eine Frage: welcher Ton. Die Lage lernst du später am Instrument – und bis dahin siehst du sie unten im Bild, maßstäblich auf allen achtundachtzig Tasten markiert. Die Verbindung zum echten Klavier reißt nie ab.

So sieht es aus

Hochkant eine Oktave, sieben Tasten. Quer werden daraus zwei Oktaven – weite Sprünge bleiben dann weite Sprünge. Oder du teilst den Bildschirm und spielst beide Hände selbst.

Die Tasten sind dabei nicht symbolisch klein: eine weiße Taste misst hier 56 bis 61 Bildpunkte, eine echte Klaviertaste sind 23,5 Millimeter, also rund 67. Es ist nah genug, dass die Finger sich etwas merken.

Dasselbe Stück, dieselbe Stufe

Was hier läuft, ist kein eigenes Spiel mit eigenen Liedern. Es ist dein Stück aus dem Katalog, in der Stufe, an der du gerade arbeitest – dieselben Töne, dieselbe Zeitachse, derselbe Warte-Modus.

Damit ist die Viertelstunde im Bus keine Ablenkung vom Üben, sondern der Anfang davon. Wer sich abends ans Klavier setzt, kennt die Tonfolge schon. Übrig bleibt die Lage – und die geht schnell, wenn alles andere sitzt.

Unterwegs

Tonfolge, Rhythmus und Griffbild auf zwölf Tasten. Das Stück aus dem Katalog, die Stufe, an der du gerade bist.

Am Klavier

Dieselbe Stufe, jetzt mit Lage, Anschlag und beiden Händen. Was du kennst, musst du nicht mehr lernen – nur noch finden.

Eine Stufe weiter

Dasselbe Stück, mehr Töne, dieselbe Zeitachse. Kein Neuanfang, sondern derselbe Weg, ein Stück weiter.

Zu zweit – und trotzdem jeder auf seinem Niveau

Auf einem Tablet reicht der Platz für zwei vollständige Spielbilder. Einer nimmt die linke Hand, einer die rechte. Und weil jedes Stück in vier Stufen vorliegt, die alle auf einer Zeitachse laufen, wählt jeder seine eigene.

In „Für Elise“ hat die rechte Hand im Einstieg 556 Töne, die linke 207. Der Anfänger nimmt den kleineren Part, der Geübtere die Melodie – und beide spielen dasselbe Stück, beide gefordert. Ein Handicap wie beim Golf.

Das Stück wartet dabei auf beide: hängt einer, hält es für alle an. Niemand wird abgehängt, niemand langweilt sich.

Auf einem faltbaren Handy braucht es dafür kein zweites Gerät: zugeklappt spielt einer, aufgeklappt spielen zwei.

Warum es das sonst nirgends gibt

Ein Telefon hat keinen Platz für achtundachtzig Tasten. Wer es trotzdem versucht, löst es auf drei Arten: die Klaviatur schieben, zwei Oktavbereiche stapeln, oder die Klaviatur ganz weglassen und abstrakte Bahnen zeigen.

Alle drei kosten etwas. Schieben unterbricht das Spiel. Stapeln macht die Tasten klein, ohne den Tonumfang zu lösen. Und ohne Klaviatur geht die Verbindung zum Instrument vollständig verloren – man tippt Kacheln, man lernt kein Klavier.

Die Faltung kostet nur eines: die Oktave. Und die ist das Einzige, was man ohnehin am Instrument lernt.

Was es kann, und was am Klavier bleibt

Hier lernst du die Tonfolge, den Rhythmus, das Griffbild und den Verlauf eines Stücks – und du lernst es an dem Stück, das du wirklich spielen willst.

Am Klavier bleiben der Anschlag, die Spannweite und die Lage. Wir behaupten nichts anderes: ein Glasbildschirm ist keine Taste, und zehn Minuten im Bus ersetzen keine Klavierstunde.

Aber sie bereiten sie vor. Und das ist mehr, als eine Woche ohne Instrument sonst hergibt.

Häufige Fragen

Kann ich ohne Klavier anfangen?

Für das Stück, ja – für das Instrument, nein. Mit dem Taschen-Klavier lernst du Tonfolge, Rhythmus und Griffbild am Handy, und beim nächsten Mal am Instrument musst du das nicht mehr lernen. Was ein Glasbildschirm nicht kann: Anschlag, Spannweite und Lage. Es ist die Vorbereitung, nicht der Ersatz.

Kann man zu zweit auf einem Gerät spielen?

Ja, quer auf einem Tablet oder einem großen Handy: Einer nimmt die linke Hand, einer die rechte, und weil jedes Stück in vier Stufen auf einer Zeitachse läuft, wählt jeder seine eigene. Der Anfänger nimmt den kleineren Part, der Geübtere die Melodie – und das Stück wartet auf beide.

Warum zwölf Tasten?

Weil auf ein Telefon keine achtundachtzig passen und jede andere Lösung mehr kostet: Schieben unterbricht das Spiel, Stapeln macht die Tasten klein, und ohne Klaviatur tippt man Kacheln. Die Oktavfaltung kostet nur die Oktave – und die lernt man ohnehin am Instrument.

Sei beim ersten Ton dabei.

VI ist in Entwicklung. Die Warteliste sichert dir den Platz in der geschlossenen Beta – und du erfährst als Erster, wenn es losgeht.