Warte-Modus
Das Stück wartet auf dich.
Der Notenfall hält an, bis die richtige Taste klingt. Kein Zeitdruck, kein Hinterherhetzen – der Lernmodus für die ersten Wochen und für jede Stelle, die hakt.
Warum das den Unterschied macht
Die meisten Abbrüche passieren nicht an schweren Stücken, sondern an einem laufenden Band, das nicht auf dich wartet. Wer dreimal hintereinander hinterherhängt, hört auf.
Der Warte-Modus dreht das um: Das Tempo machst du. Wenn die Stelle sitzt, schaltest du ihn ab – und merkst, dass du sie schon kannst.
Was genau passiert
Der Fall hält an der Trefflinie
Nicht das Tempo wird langsamer – der Notenfall bleibt stehen, sobald der nächste Einsatz die Linie erreicht und noch nicht gespielt ist. Danach läuft er im Originaltempo weiter.
Der ganze Griff muss liegen
Bei einem Akkord wartet VI, bis alle Töne gedrückt sind, nicht bis einer stimmt. Deshalb lernt man mit dem Warte-Modus Akkorde und nicht nur Melodien.
Die Notenzeile wartet mit
Beide laufen auf derselben Zeitachse: Steht der Notenfall, bleibt auch das Notenbild stehen, und der Lesecursor bleibt auf dem Ton, der fehlt. Genau an der Stelle, an der du hängst, hast du die Noten dazu vor Augen – so lange du willst.
Zurück an die Stelle, die hakt
Scrollen oder Ziehen springt im Stück: an den Balken hoch und runter, an der Notenzeile vor und zurück. Das Abspielen hält dabei von selbst an. So übst du die vier Takte, die nicht sitzen, statt jedes Mal von vorn anzufangen.
Reihenfolge statt Takt
Solange der Modus läuft, zählt nur, was als nächstes kommt – nicht wann. Du kannst zwischen zwei Tönen beliebig lange überlegen, ohne dass etwas verloren geht.
Was du bekommst
- Kein Zeitdruck. Die häufigste Abbruchursache bei Lern-Apps ist damit weg
- Lernt Griffe, nicht nur Melodien – weil der ganze Akkord liegen muss
- Gut für die eine Stelle, die hakt: Modus an, zehnmal durch, Modus aus
- Man merkt den Fortschritt beim Abschalten, und das ist ein besserer Moment als jede Punktzahl
- Jederzeit umschaltbar, mitten im Stück
Was du wissen solltest
- Braucht ein MIDI-Instrument. Ohne Tasten, die melden, was gedrückt wurde, kann nichts warten
- Es wird nicht gewertet, solange gewartet wird. Verpasste Töne zählt VI nur bei laufendem Band – im Warte-Modus gibt es keine verpassten Töne, also auch keine Bewertung
- Kein Rhythmusgefühl. Wer nur im Warte-Modus übt, lernt die richtigen Töne und nicht das richtige Timing. Irgendwann muss er aus
- Bei sehr schnellen Läufen hält der Fall oft an und das Stück wird stockend – dort ist langsameres Tempo der bessere Weg
Die ersten Wochen durchgehend, danach punktuell. Der Warte-Modus ist ausdrücklich kein Dauerzustand: Er bringt dir die Töne bei, das Tempo bringt dir das Stück bei. Unsere Empfehlung ist, ihn je Stelle einzuschalten und wieder abzuschalten, sobald sie sitzt – nicht ihn für ein ganzes Stück anzulassen.
Warum er nicht die Voreinstellung ist
Es wäre leicht, den Warte-Modus immer anzulassen – es fühlt sich besser an, und niemand verpasst mehr etwas. Wir tun es nicht, weil ein Stück aus Tönen und Zeit besteht. Wer monatelang nur wartet, kann die Töne und nicht das Stück.
Deshalb startet VI mit laufendem Band und der Warte-Modus ist ein Schalter, den du bewusst umlegst. Er bleibt gesetzt, bis du ihn zurücknimmst – auch über Sitzungen hinweg.
Häufige Fragen
Wird langsamer gespielt?
Nein, und das ist der Unterschied zum halben Tempo: Der Notenfall bleibt stehen und läuft danach im Originaltempo weiter. Du lernst also keine falsche Geschwindigkeit, die du später wieder loswerden musst.
Zählt es als Fehler, wenn ich warte?
Nein. Solange der Modus läuft, wird nicht bewertet – es zählt nur, was als Nächstes kommt, nicht wann.
Wann sollte ich ihn abschalten?
Wenn die Stelle sitzt. Der Warte-Modus ist für die ersten Wochen und für jede Passage, die hakt – kein Dauerzustand. Beim Abschalten merkt man meistens, dass man weiter ist, als man dachte.
Sei beim ersten Ton dabei.
VI ist in Entwicklung. Die Warteliste sichert dir den Platz in der geschlossenen Beta – und du erfährst als Erster, wenn es losgeht.